Wirtschaft : Das Land soll wieder investieren

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Weniger Steuern, mehr Werbung und höhere Investitionen – wenn Detlef Stronk Wirtschaftssenator wird, will er „ein Signal setzen: Berlin wird wirtschaftsfreundlich“. Der 61-jährige Stronk ist Geschäftsführer der brandenburgischen Wirtschaftsförderung in Potsdam und war zuvor unter anderem als Staatssekretär in der Berliner Politik tätig. „Wir müssen rauskommen aus der Selbstzufriedenheit des Herrn Wowereit“, sagt der CDU-Kandidat und hat dafür eine Prioritätenliste. Oben steht der Mittelstand, dem mit einer Reduzierung der Gewerbesteuer und der Wasserpreise und weniger Bürokratie auf die Sprünge geholfen werden soll. Die Wasserpreise wollte auch der jetzige Wirtschaftssenator senken, bekam dafür aber keine Mehrheit. „Ich werde mich durchsetzen“, gibt sich Stronk selbstsicher, „das habe ich gelernt.“

Die Steuersenkung finanziere sich selbst, sagt Stronk, und verweist auf „viele Erfahrungen in der Welt“, wo niedrigere Steuern mehr Wachstum und damit wieder höhere Steuereinnahmen ausgelöst hätten. Im Rahmen einer „Ansiedlungsoffensive“ will er „Klinken putzen“ und „raus in die Welt zu den Unternehmen“. Der Berliner Wirtschaftsförderung bescheinigt er eine „gute Leistung“, möchte sie jedoch – wie in Brandenburg – mit der Innovationsförderung zusammenpacken. „Wir brauchen eine Wirtschaftsförderung aus einem Guss.“

Wissenschaft und Wirtschaft will Stronk stärker verzahnen und die Investitionstätigkeit des Landes erhöhen. Die „Verarmungspolitik“ müsse beendet werden, sagt Stronk. Zur Finanzierung von Straßen und Schulen soll auch privates Kapital mobilisiert werden. Schließlich würde der Wirtschaftssenator Stronk eine „Standortmarketingkampagne“ nach dem Vorbild der WM-Aktion „Land der Ideen“ starten, mit einem „frischen Design“. Bislang sei die Berlin-Werbung „zu brav und zu zersplittert“. alf

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