Das neue Konzept : Weniger Bürokratie, mehr Kundenorientierung

Im Zuge der Karstadt-Sanierung sind Details eines neuen Konzepts bekannt geworden. Investor Nicolas Berggruen hat eine Neuausrichtung des Unternehmens angekündigt. „Entbürokratisierung, transparente und effiziente Abläufe, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung werden erste Ziele sein“, sagte er in einem Schreiben an die Karstadt-Beschäftigten, aus dem die „Wirtschaftswoche“ zitierte. Sein Geschäftspartner Max Azria hat unterdessen Preiszugeständnisse von den Lieferanten des Kaufhauses gefordert. „Ich verlange nicht viel, aber drei Prozent müssen es schon sein“, sagte der Textilunternehmer der „Financial Times Deutschland“. Kommt der Kauf zustande, wird Azria 20 Prozent an Karstadt halten und Berggruen 80 Prozent. Azria kündigte mehr „Klarheit im Sortiment“ an. Er plane ein Shop-in-Shop- Konzept, bei dem kleine Bereiche für bestimmte Warenangebote geschaffen würden. Einzelne Segmente wie Sport hält Azria für hervorragend positioniert, bei Schuhen sei „eine Revolution“ nötig. Die Mode müsse verjüngt werden. „Wir müssen die 35- bis 40-Jährigen ansprechen“, sagte der Einzelhandelsexperte. Nach einem „Spiegel“-Bericht könnte Berggruen die Warenhauskette aufteilen. Laut seinem Konzept will er sieben Karstadt-Sport- und zwei

Premium-Häuser in eine neue Gesellschaft überführen. Ein Sprecher des Investors erklärte, die Umstrukturierung habe strategische Gründe. (dpa)

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