Wirtschaft : Das Projekt zu Gunsten der ärmsten Entwicklungsländer soll durch Goldverkäufe finanziert werden

Die Kölner Schuldeninitiative zu Gunsten der ärmsten Entwicklungsländer wird voraussichtlich mit Hilfe noch größerer Goldverkäufe verwirklicht. Die führenden sieben Industrieländer (G-7) peilten eine Menge von 14 Millionen Unzen im Wert von drei Milliarden Dollar an (5,6 Milliarden Mark), berichtete Entwicklungshilfeministerin Heide Wieczorek-Zeul (SPD) am Dienstag in Berlin. Das gelbe Metall aus den 103 Millionen Unzen Goldvorräten des Internationalen Währungsfonds (IWF) solle aber nicht am Markt, sondern an die Zentralbanken verkauft werden. Bislang war von zehn Millionen Unzen die Rede. Damit wäre die Lücke im Gesamtpaket der Finanzierung der 70 Milliarden Dollar Schuldenerlass für 33 sehr arme Länder nahezu geschlossen. Die Annahme dieser Planung im Lenkungsausschuss des IWF gelte als sicher, sagte Wieczorek-Zeul. Sie gehe davon aus, dass die Schuldeninitiative des Kölner Gipfeltreffens der G-7-Länder bei der Jahrestagung voll umgesetzt werden könne, auch wenn einige Finanzierungsfragen noch geklärt werden müssten.

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