Wirtschaft : Das technische Konzept für die Magnetschnellbahn

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Der Transrapid ist das erste bodengebundene Fahrzeug ohne das übliche Rad, auf dem sich die Menschen seit Jahrtausenden fortbewegen. Sein Vorteil ist das berührungslose Schweben, was bei niedrigen Geschwindigkeiten ein fast lautloses Fahren ermöglicht. Bei hohem Tempo wird auch die Magnetschnellbahn laut - durch den Luftwiderstand. Ausgelegt ist der Transrapid für Geschwindigkeiten um 500 km/h.

Das Fahrzeug umgreift mit seinen Führungsarmen dabei den Fahrweg von unten. Dabei ziehen Magnete den Transrapid von unten an den Fahrweg heran. Ein hochsensibles Regelsystem hält das Fahrzeug dabei stets in einem Abstand von zehn Millimetern zum Fahrweg, so dass es schwebt.

Der Antrieb befindet sich im Fahrweg. Er wirkt wie ein rotierender Elektromotor, dessen Stator aufgeschnitten und gestreckt wird. So erzeugt er ein magnetisches Wanderfeld, das durch die Tragmagnete das Fahrzeug mitzieht. Abschnitte mit besonderen Anforderungen, zum Beispiel Steigungen oder Beschleunigungsstrecken, lassen sich jeweils dem Bedarf anpassen, ohne dass am Fahrzeug etwas geändert werden muss. Herkömmliche Fahrzeuge dagegen müssen stets einen Antrieb mitschleppen, der für die Maximalleistung ausgelegt ist, auch wenn diese nicht immer benötigt wird.

Umstritten ist, ob der Transrapid auch ökologischer ist als ein ICE der Bahn. Der Vergleich ist schwierig, weil bei einem Energieverbrauch pro Sitzplatz in einem herkömmlichen Zug zum Beispiel auch die Speisewagen mitgerechnet werden, die es im Transrapid-Konzept bisher gar nicht gibt.

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