Wirtschaft : Das Transrapid-Konsortium träumt von einer Magnetbahn-Strecke bis nach Ungarn

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Der Transrapid soll nach dem Willen des Hersteller-Konsortiums nicht nur zwischen Hamburg und Berlin schweben, sondern über Prag und Wien nach Budapest verlängert werden. Eine entsprechende Studie hat die Vertriebsgesellschaft Transrapid International (TRI) verfasst. Die 1250 Kilometer lange Strecke würde demnach 26 Milliarden Mark kosten. Hinzu kämen 1,6 Milliarden Mark für Fahrzeuge. An einem Finanzierungskonzept werde noch gearbeitert, sagte TRI-Sprecher Peter Wiegelmann. Prognostiziert werden für die Gesamtstrecke jährlich 40 Millionen Passagiere, die von Berlin aus in einer Stunde in Prag und in knapp drei Stunden in Budapest wären. Wie weit die Pläne mit Tschechien, Österreich, der Slowakei und Ungarn abgestimmt sind, konnte Wiegelmann gestern nicht sagen. Nach Informationen des Tagessspiegels lehnen die Bahnverwaltungen das Projekt ab. Ihnen fehlt das Geld zur Sanierung der vorhandenen Strecken, für den Transrapid sind erst recht keine Mittel da. Auch in Berlin steht der Verlängerung ein dicker Brocken im Weg. Am Lehrter Bahnhof wurde ein Pfeiler der Eisenbahnbrücke direkt auf die mögliche Trasse gesetzt.

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