Wirtschaft : Das Überleben der Buna-Chemie-Werke

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"Rückblickend muss ich sagen, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist", sagt Sachsen-Anhalts Umweltministerin Ingrid Häußler heute. Diese "richtige Entscheidung", die sie lange bekämpfte, ist die Privatisierung der Buna AG an den US-Konzern Dow Chemicals. Das Volkseigene Kombinat Chemische Werke Buna wurde nach der Wende umbenannt in Buna-Chemie AG, wo die einstige Chemielaborantin und Diplom-Chemikerin Häußler Betriebsratsvorsitzende war. Immer wieder gab es Streit um den Erhalt der Arbeitsplätze. Heute arbeiten in dem neuen BSL-Verbund, zu dem neben Buna auch die Chemischen Werke Böhlen sowie der Olefinbereich der Leuna-Chemie gehören, rund 3000 Menschen.

Die Raffinerie Leuna ging - unter bislang ungeklärten Umständen - an den französischen Staatskonzern Elf Aquitaine, der als Dreingabe für einen Raffinerie-Neubau am Standort das lukrative Netz der DDR-Tankstellenkette Minol erhielt. Das Mitteldeutsche Chemiedreieck überlebte also; auch die Bayer AG kam nach Bitterfeld. Doch vielen ehemaligen Chemiewerkern ist das nur ein schwacher Trost. Produziert wird nämlich in der mitteldeutschen Region in nahezu menschenleeren Fabriken. Übersichtsseite zum 10. Jahrestag des Mauerfalls

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