Wirtschaft : Das Vertrauen wächst

Weder die Unruhe an den Finanzmärkten noch der Machtwechsel in Bonn haben offenbar neue Zweifel bei den Bundesbürgern an der künftigen Stabilität des Euro geweckt.Die neue europäische Gemeinschaftswährung scheint vielmehr der Hoffnung Nahrung zu geben, der Euro könne als "beruhigendes Gegengewicht" zu den gegenwärtigen Marktinstabilitäten wirken.Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Psephos-Institut im Auftrag des Handelsblatts seit Januar regelmäßig durchführt.Danach hat sich im Oktober das Vertrauen in die Stabilität des Euro deutlich verstärkt.Die Erwartung, der Euro werde ein ähnlich stabiles Zahlungsmittel wie die D-Mark sein, wird immerhin von 38 Prozent der Befragten geteilt, das sind sechs Prozentpunkte mehr als im September und markiert einen Höchststand seit Jahresbeginn, als erst ein Viertel der Deutschen diese Einstellung teilte.Die Stabilitätsskeptiker haben zwar noch mit 43 Prozent ein Übergewicht, es sind jedoch deutlich weniger als jene 60 Prozent im Januar.Befürworter und Gegner des Euro liefern sich inzwischen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.Daß die Bundesbürger sich von Monat zu Monat mehr mit der neuen Währung anfreunden, hatte sich bereits in den vergangenen Monaten abgezeichnet.Im Oktober liegen die Euro-Freunde und -Gegner mit jeweils 43 Prozent erstmals gleichauf.Zu Jahresbeginn hatte das Übergewicht der Ablehnungsfront noch 28 Prozentpunkte betragen.Vor allem die Jüngeren unter 25 (plus 11 Prozentpunkte), aber auch die älteren Befragten ab 50 Jahre (+5) sowie Rentner (+4) sprechen sich häufiger für den Euro aus.In den Lagern der großen Parteien ist dagegen wenig Bewegung auszumachen.

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