Wirtschaft : Dax bis auf 4800 Punkte

Doch warnende Stimmen mehren sich / Goldwerte empfohlen BERLIN (jojo).Nach oben scheint derzeit alles offen: 4500, 4600, der Dax nimmt sämtliche Meilensteine in einem Tempo, wie es Analysten zu Jahresbeginn kaum für möglich hielten.Mittlerweile gehen die Experten bereits von einem Anstieg auf über 4800 Punkte aus.Die Bankgesellschaft Berlin beispielsweise rechnet in den kommenden Wochen mit einem Dax zwischen 4400 und 4800. Mittlerweile mehren sich allerdings auch die warnenden Stimmen, die den Aufwärtsdrang vor dem Ende sehen.HSBC Trinkaus etwa erwartet für das zweite Halbjahr negative Gewinnrevisionen der Unternehmen und einen moderaten Zinsanstieg.Deshalb werde der Dax zum Jahresende zwischen 4450 und 4560 Punkten liegen.Die Düsseldorfer empfehlen deshalb eine vorsichtige Anlegestrategie mit dem Kauf von Energieversorgern sowie Spezialchemie-Aktien und Versicherungswerten.Auf dem Kaufzettel hat HSBC Trinkaus Commerzbank, Fuchs Petrolub, Henkel, Mannesmann, SAP und Veba.Verkaufen sollten die Anleger demgegenüber Berliner Elektro, Karstadt, Pfaff, Philipp Holzmann und Württembergische AG. Die Bankgesellschaft hält trotz bestehender Kursrückschlagsrisiken ausgewählte Käufe "auf längere Sicht" für aussichtsreich.Dazu zählen unter anderem Daimler-Benz, BASF, Bayer, Siemens und Thyssen.Unter den Nebenwerten heben die Berliner Analysten Lahmeyer hervor.Schwarz-Pharma hat die Bankgesellschaft dagegen von der Kaufliste genommen, da das Kursziel erreicht sei.Berliner Elektro sei unverändert haltenswert. Nach dem dramatischen Kursverfall während der vergangenen beiden Jahre empfehlen die Analysten der WGZ-Bank Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank, Düsseldorf, Goldminenwerte zum Kauf.Die Banker halten den Zeitpunkt für günstig, vorsichtig neue Positionen aufzubauen.Auch unter Risikoaspekten mit Blick auf den Euro könnte es sich aus WGZ-Sicht anbieten, einen Teil des Portfolios in goldpreisabhängige Titel oder in Gold selbst zu investieren.Dabei bevorzugt die WGZ australische Goldminenaktien aufgrund der kräftigen Abwertung des Austral-Dollars gegenüber dem US-Dollar. Für Aktienbesitzer hält die neue Woche einige Unsicherheiten parat: Nach wie vor haben viele Unternehmen offengelassen, ob sich die Asienkrise auf die Erträge auswirkt.Ferner sind Militäraktionen gegen den Irak weiterhin nicht auszuschließen.Bleiben die Bomben auf Bagdad aus, so werden vor allem Dollar und Wall Street über neue Rekordstände an den deutschen Börsen entscheiden. Die Bankgesellschaft Berlin empfiehlt im Rentenbereich wegen des weiterhin günstigen Zinsumfelds und kaum noch vorhandener Zinserhöhungsrisiken in Amerika eine Umschichtung in den Langläuferbereich."Hier erwarten wir, daß die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen noch bis auf ein Niveau von 4,75 Prozent zurückgehen werden", so die Bankgesellschaft in ihrem jüngsten Kapitalmarktbericht.

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