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Dax im Minus : Börsen erholen sich nach Boston-Anschlägen

Nach den Bombenexplosionen in Boston stürzte der US-Leitindex Dow Jones im benachbarten New York ab. Am Dienstag standen dann schon wieder Unternehmensdaten im Vordergrund.

Nach Handelsbeginn geht es an der Börse in Frankfurt für die Papiere im Dax erst einmal bergab. Bis zum Mittag erholen sich die Kurse dann aber leicht.
Nach Handelsbeginn geht es an der Börse in Frankfurt für die Papiere im Dax erst einmal bergab. Bis zum Mittag erholen sich die...Foto: Reuters

Die Kurse an der Wall Street am Dienstag etwas erholt. Dazu trugen zudem gute Daten vom US-Immobilienmarkt und positiv aufgenommene Unternehmensbilanzen bei. Der Dow-Jones-Index, der breiter gefasste S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite stiegen um jeweils 0,8 Prozent. Sie machten damit jeweils einen Teil der rund zweiprozentigen Verluste vom Montag wett.

Sorgen um die Weltwirtschaft und die Bombenanschläge beim Boston-Marathon hatten die Märkte am Montag ins Minus gedrückt. Der US-Leitindex Dow Jones hatte nach Bekanntwerden der Anschläge am Vorabend mit minus 1,79 Prozent auf 14.599,20 Punkte seinen größten Tagesverlust seit mehr als fünf Monaten verbucht. Anleger reagierten verunsichert auf die Nachrichtenlage, hieß es im Handel.

Am Dienstag hoben Coca-Cola und Johnson & Johnson mit ihren Bilanzdaten die Stimmung: Coca Cola stiegen um vier Prozent, Johnson & Johnson um ein Prozent. Positiv nahmen die Anleger auch die beschleunigte Erholung am US-Immobilienmarkt auf, wo die Zahl der Wohnbaubeginne im März auf den höchsten Stand seit 2008 stieg. Der Goldpreis stabilisierte sich derweil bei 1384,10 Dollar, ein Plus von 2,3 Prozent. Am Montag war der Preis zeitweise um knapp zehn Prozent eingebrochen.

Nach Verlusten am Vormittag stabilisierte sich auch der Handel in Frankfurt am Main. Der deutsche Leitindex Dax reagierte auf die Entspannung der US-Märkte und tendierte am späten Nachmittag etwa auf Vortagesschluss bei 7717 Punkten.

Die Aktien der Energiekonzerne Eon und RWE rutschten nach der mit Spannung erwarteten Entscheidung der EU zum Emissionsrechtehandel um 3,94 beziehungsweise 1,84 Prozent ab. Das EU-Parlament blockiert überraschend den Reformvorschlag der EU-Kommission zum Handel von CO2-Zertifikaten. 900 Millionen Zertifikate sollten vorübergehend zurückgehalten werden. Das sollte den Preis für die Verschmutzungsrechte erhöhen und klimaschonende Technik attraktiver machen.

Die Henkel-Vorzüge zeigten sich auch wegen der Dividendenzahlung mit einem Minus von 2,02 Prozent beziehungsweise 1,47 Euro schwach. Bereinigt um die Ausschüttung von 0,95 Euro je Aktie fiel das Minus etwas geringer aus. Infineon stoppten indes dank einer positiven Studie mit plus 1,53 Prozent ihren jüngst negativen Trend. Die seit Tagen unter Druck stehenden Titel des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssen-Krupp erholten sich um 2,64 Prozent, was den Spitzenplatz im Dax bedeutete. (dpa/rtr)