Wirtschaft : Dayli rutscht in die Insolvenz

Wien - Die ehemalige Österreich-Tochter der Drogeriekette Schlecker steht wieder vor der Pleite. Die seit der Übernahme vor knapp einem Jahr unter dem Namen Dayli aktive Ladenkette hat am Landesgericht Linz einen Insolvenzantrag gestellt, hieß es in einer Mitteilung der Firma am Donnerstag. Die Überschuldung wurde mit 49 Millionen Euro beziffert. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Hätte das Management nicht selbst Insolvenz angemeldet, wäre der Kreditschutzverband (KSV) als Vertreter einer großen Lieferantengruppe aktiv geworden. Hintergrund ist, dass die Firma nach Angaben des KSV seit Wochen keine Rechnungen bezahlt hat und die Mitarbeiter ihr Gehalt nicht bekommen haben.

Vor rund einem Jahr hatte der Fonds TAP 09 des Investors Rudolf Haberleitner von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz die Schlecker-Filialen in Österreich, Italien, Polen, Luxemburg und Belgien mit 4600 Mitarbeitern übernommen. Dass nun noch Hoffnung für die geplante Wiedereröffnung von rund 600 Schlecker-Läden in Deutschland besteht, ist Geiwitz’ Sprecher zufolge „nicht sehr wahrscheinlich“. rtr

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