Wirtschaft : DB Lux sieht sich gut im Rennen

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Der Finanzplatz Luxemburg bleibt attraktiv. "Hier gibt es weiter Arbeit und neue Arbeitsplätze. Die Entwicklung ist positiv. Der Finanzplatz ist wettbewerbsfähig", sagt Ernst Wilhelm Contzen, Chef der Deutsche Bank Luxemburg (DB Lux). Der Banker macht dafür vor allem die Anpassungsfähigkeit der Behörden und ihre schnelle, meist positive Reaktion auf die Wünsche der Banker verantwortlich. Und natürlich die Tatsache, dass das Bankgeheimnis nicht tangiert wird, weil die EU-Staaten ihren Mitgliedern anheim stellen wollen, in der Frage der Kapitalbesteuerung auf die Abgeltungssteuer oder auf Kontrollmitteilungen an die Finanzämter zu setzen. "Luxemburg votiert für die Abgeltungssteuer."

Die Betreuung von vermögenden Privatkunden ist in Luxemburg nur ein Teil des Geschäftes, der möglicherweise in Zukunft noch kleiner wird. Contzen verweist zum Beispiel auf Anstrengungen des Großherzogtums, auch im elektronischen Handel, im E-Commerce, künftig eine führende Rolle zu spielen. 210 Banken hatten auch 1999 einen Ableger in Luxemburg. Ihre Bilanzsumme kletterte um zehn Prozent auf fast 600 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg um sieben Prozent auf fast 24.000. Die DB Lux gehört dabei nicht nur zu den ältesten, sondern mit einer Bilanzsumme von 33 Milliarden Euro und mit 320 Mitarbeitern auch zu den großen Spielern am Platz. Ihr Betriebsergebnis kletterte 1999 um 30 Prozent auf 197 Millionen Euro. Rund 38 Millionen Euro gingen als Dividende an die Deutsche Bank in Frankfurt. 17.000 Privatkunden werden von der DB Lux betreut. Zudem werden in Luxemburg die großen Kredite des Konzerns betreut und gestaltet. 1999 waren das mehr als 150 Ausleihungen, unter anderem Großkredite an Mannesmann und Olivetti. Dritter wichtiger Teil nicht nur für die Deutsche Bank ist in Luxemburg das Fondsgeschäft.

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