Wirtschaft : dba sagt Börsengang vorerst ab Fluglinie will zusammen mit Gexx wachsen

Nicole Huss

München - Nach dem Einstieg der Billigfluglinie Germania Express (Gexx) bei der dba sieht deren Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Rudolf-Wöhrl große Wachstumschancen für die drittgrößte deutsche Linienfluggesellschaft. „Bis 2006 wollen wir die dba-Flugzeugflotte von 27 Maschinen um sechs Flugzeuge ergänzen“, sagte Wöhrl dem Tagesspiegel. Auch das Streckennetz solle nochmals erweitert werden. Das Unternehmen will unter anderem in Berlin und München wachsen. „Wir haben dank des kapitalstarken neuen Investors einen gewaltigen Topf an Wachstumspotenzial“, sagte Wöhrl.

Die dba hatte zuvor angekündigt, dass Gexx-Chef Hinrich Bischoff 64 Prozent der dba-Anteile übernimmt. Die Intro Verwaltungsgesellschaft, über die Wöhrl bisher die Mehrheit an der dba hielt, senkte ihren Anteil auf 28,8 Prozent. Die dba-Geschäftsführer Martin Gauss und Peter Wojahn halten künftig jeweils 3,6 Prozent der dba. Im Gegenzug kaufte Wöhrl einen kleinen Anteil an Gexx. Wie viel der Anteilstausch kostet, wollte Wöhrl nicht sagen.

Trotz anders lautender früherer Ankündigungen ist nach Angaben von Wöhrl momentan kein Börsengang geplant. „Wir müssen erst einmal unser Geschäft stabilisieren“, sagte er. Wenn sich eine gute Gelegenheit biete, werde man aber über einen Börsengang reden.

Wöhrl hatte die früher als Deutsche BA firmierende Fluglinie der Muttergesellschaft British Airways im Sommer 2003 für einen Euro gekauft und mit einem harten Sanierungskurs die Ertragswende geschafft. Im laufenden Geschäftsjahr (31. März) wird die dba erstmals schwarze Zahlen schreiben. Vor einem Monat hatten dba und Gexx eine Kooperation vereinbart. Demnach übernimmt die Fluglinie mit dem Sommerflugplan das Streckennetz und die Maschinen von Gexx und bietet künftig 32 statt 17 Verbindungen an.

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