Wirtschaft : DBA verdient Geld

Fluggesellschaft mit überraschend gutem Ergebnis

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München Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft DBA war in den vergangenen beiden Monaten erstmals seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren profitabel. Die Monate September und Oktober hätten die Erwartungen mit einer Auslastung von deutlich mehr als 70 Prozent und einem Durchschnittsertrag von über 80 Euro pro Passagier voll erfüllt, teilte die dba am Donnerstag in München mit. Die Aussichten für November und Dezember seien aufgrund der hohen Vorausbuchungen ebenfalls viel versprechend.

„Wir stehen besser da als in unserem Businessplan vorgesehen“, sagte der Textilunternehmer Hans-Rudolf Wöhrl, der die chronisch defizitäre Fluglinie im Juni des vergangenen Jahres für den symbolischen Preis von einem Euro der Muttergesellschaft British Airways abgekauft hatte. Er sagte, die dba habe wegen ihres attraktiven Geschäftsmodells und des straffen Kostenmanagements früher als erwartet einen operativen Gewinn erzielt. Wöhrl hatte die Zahl der Arbeitsplätze nach seinem Amtsantritt um 180 auf 660 Stellen reduziert und die Kosten um rund 40 Millionen Euro gedrückt. Inzwischen hat das Unternehmen wieder neues Personal eingestellt und beschäftigt jetzt 710 Mitarbeiter. Der vorsichtige Expansionskurs soll fortgesetzt werden. Die DBA bekräftigte, im laufenden Geschäftsjahr, das im März 2005 endet, erstmals schwarze Zahlen präsentieren zu wollen. Im Vorjahr war noch ein Betriebsverlust von 63 Millionen Euro angefallen.

Als nächstes Ziel strebt Wöhrl eine strategische Partnerschaft mit einer anderen Fluggesellschaft an. Er hatte kürzlich bestätigt, mit Germania Express über eine Kooperation zu verhandeln. Die Gespräche seien aber noch in einem frühen Stadium, sagte ein DBA-Sprecher dem Tagesspiegel am Donnerstag. Die Verhandlungen könnten in Ruhe geführt werden, da dba auch auf eigenen Beinen bestehen könne. „Man kommt auf uns zu“, sagte der Sprecher. nic

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