Wirtschaft : Deag macht wieder Gewinne Konzertveranstalter setzt verstärkt auf die Klassik

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Berlin – Der größte deutsche Konzertveranstalter Deutsche Entertainment AG (Deag) hat seine Krise überwunden: Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen erstmals seit 2001 wieder Gewinn. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) verdiente die Deag 4,7 Millionen Euro, 2003 hatte sie noch 7,8 Millionen Euro Verlust verbuchen müssen. Der Umsatz sank allerdings weiter um knapp 25 Prozent auf 96,6 Millionen Euro.

Das Jahr 2004 sei ein Übergangsjahr gewesen, sagte Vorstandschef Peter Schwenkow am Montag in Berlin. „Wir haben endgültig den TurnAround geschafft.“ Der Umsatzrückgang sei vor allem auf die andauernde Renovierung des Hallenstadions in Zürich zurückzuführen, das von der Deag betrieben wird und im Spätsommer dieses Jahres wieder eröffnet werden soll.

Im laufenden Jahr wolle man Umsatz und Gewinn steigern. „2006 werden wir die Deag dann wieder in alter Stärke erleben“, sagte Schwenkow.

Die Deag veranstaltet Konzerttourneen deutscher und internationaler Popmusiker von Udo Jürgens bis Eric Clapton und betreibt Spielstätten wie die Berliner Waldbühne oder den Wintergarten.

2002 hatte der Zusammenbruch der Musical-Tochter Stella das Unternehmen in eine schwere Krise gestürzt und eine Sanierung notwendig gemacht. Die Deag trennte sich von Stella und konzentrierte sich auf ihr Kerngeschäft.

Seit 2004 organisiert die Deag Classics AG auch Konzerte klassischer Künstler wie der Sänger Placido Domingo oder Anna Netrebko. „Dieses Segment wollen wir weiter ausbauen“, sagte Schwenkow. Bei der Klassik gebe es ein überproportionales Wachstum und höhere Renditen als bei der Popmusik.

Um sein Geschäftsfeld zu verbreitern, wolle das Unternehmen zudem junge Künstler frühzeitig an sich binden und eigene Veranstaltungsformate wie die „RBB Konzertnacht“ ausbauen. stek

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