Wirtschaft : Debeka führt Hitliste der privaten Kassen an Branchendienst bewertet Qualität der Versicherer

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Berlin Die Debeka ist die beste private Krankenversicherung. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Vergleich des Finanzinformationsdienstes „map-Report“ unter 35 Versicherungen, der am Montag veröffentlicht wurde. „Die Debeka überzeugte zum sechsten Mal mit einem überschaubaren Tarifangebot und steht aufgrund einer konservativen Anlagestrategie auch finanziell bestens dar“, sagte Manfred Poweleit, Gründer und Chefredakteur des „map-Reports“. Ebenfalls sehr gut bewertet wurden die R+V Versicherung sowie die Alte Oldenburger. Am schlechtesten schnitten Axa, Allianz, Pax-Familienvorsorge und Arag ab.

Der unabhängige Branchendienst erstellt seit sechs Jahren eine Hitliste der privaten Krankenversicherungen (PKV). Bewertet werden unter anderem die Nettorendite, die Abschluss- und Verwaltungskosten, die Storno- und Beschwerdezahlen sowie die Verträge. Dabei unterscheidet die Studie zwischen jüngeren Anbietern mit erst drei Jahren Marktpräsenz und älteren Gesellschaften (zwölf Jahre und länger).

Bei den jüngeren Anbietern heimsten vor allem die DEVK und BBV Bestnoten ein. Dabei überzeugte die BBV aus München vor allem mit günstigen Beiträgen und die DEVK aus Köln mit der Solidität Bilanzen – was unter anderem die Schadenshöhe, Verwaltungskosten und Zahlungsfähigkeit beinhaltet.

Wie schon in den Vorjahren überflügelten kleine private Versicherer wie die Alte Oldenburger große Versicherungskonzerne wie die Allianz. Deutschlands größter privater Krankenversicherer, die DKV, landete nur im Mittelfeld. Über alle Anbieter hinweg sieht es laut „map-Report“ bei der Servicequalität nicht gut aus. So seien viele Vorsorgeprogramme noch unzureichend. Zudem berate noch keine der Kassen hinsichtlich der Qualität und Breite ärztlicher Leistungen, sagte Poweleit.

Dem „map-Report“ zufolge haben die Privatversicherer ihre Beiträge in den vergangenen 13 Jahren um 5,4 Prozent angehoben. Dabei wechselten allerdings Beitragssprünge mit Zeiten langer Beitragsstabilität ab. Bei den gesetzlichen Kassen legten die Beiträge im selben Zeitraum um 3,5 Prozent zu. Als Paradebeispiel für eine kontinuierliche Beitragsentwicklung und seriöse Kalkulation nannte Poweleit die R+V Versicherung: Die Nummer zwei der Hitliste locke nicht mit niedrigen Einstiegsprämien, die langfristig nicht zu halten seien. tak

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