Wirtschaft : Debitel: Mobilfunk-Service-Provider will Kunden UMTS-Technologie anbieten

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Der größte deutsche Mobilfunk-Service-Provider Debitel will auch im UMTS-Zeitalter bei seinem Geschäft bleiben: Das Unternehmen verhandelt mit mehreren der künftigen UMTS-Netzbetreiber, um Verträge über den Kauf mobiler Datendienste abzuschließen. Das gab Debitel-Chef Peter Wagner gestern in Hannover bekannt. Ein Vorvertrag mit D2 Vodafone sei bereits unterzeichnet worden. "Unser erklärtes Ziel ist aber, auch im Zeitalter von UMTS Netze und Basisdienste im Angebot zu haben, die über 90 Prozent der Mobilfunkkunden nutzen", sagte Wagner. Debitel wollte noch im August vergangenen Jahres eine der UMTS-Lizenzen ersteigern. Das Unternehmen ist aus der Auktion bei einem Preis von zehn Milliarden Mark ausgestiegen. Die sechs Lizenzen wurden schließlich für jeweils 16 Milliarden Mark versteigert. Auch ohne ein eigenes Netz will Debitel ins UMTS-Geschäft einsteigen - über den Zugang zu den Datendiensten.

Debitel kauft dann Produkte der Netzbetreiber ein und vermarktet sie unter eigenem Namen. Damit will sich das Unternehmen einen Teil der Wertschöpfung sichern. "Denn die Wertschöpfungskette wird sich im Mobilfunk dramatisch zugunsten der Dienste verschieben", sagte Wagner. Das Unternehmen hat mehr als 8,6 Millionen Kunden in Europa. In Deutschland sind es über 6,3 Millionen Kunden. Im Vergleich zu 1999 hat sich die Kundenzahl mehr als verdoppelt. Damit ist Debitel der drittgrößte Mobilfunkanbieter Deutschlands. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als "objektiven Kommunikationsberater", der seinen Kunden auch künftig Verträge mit fast allen Netzbetreibern anbieten will.

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