Defekte Airbags : Toyota, Honda, Nissan und Mazda rufen Fahrzeuge zurück

Mehr als drei Millionen Autos japanischer Hersteller müssen in die Werkstatt: Der Beifahrer-Airbag könnte sich im Notfall nicht aufblasen. Der verantwortliche Zulieferer bekam an der Börse die Quittung.

Ein Airbag kann Leben retten - wenn er sich im richtigen Augenblick öffnet. Genau das könnte bei den Luftsäcken von Takata ein Problem sein.
Ein Airbag kann Leben retten - wenn er sich im richtigen Augenblick öffnet. Genau das könnte bei den Luftsäcken von Takata ein...Foto: dpa

Der Autobauer Toyota und drei weitere japanische Hersteller rufen weltweit zusammen rund 3,4 Millionen Fahrzeuge wegen Airbag-Problemen zurück. Neben Toyota sind nach Firmenangaben vom Donnerstag Honda, Mazda und Nissan betroffen, Toyota mit 1,73 Millionen Fahrzeugen am stärksten.

Auch Kunden in Europa sind aufgerufen, ihre Fahrzeuge mit Airbags der japanischen Firma Takata in die Werkstätten zu bringen. Es könne sein, dass sich der Airbag am Beifahrersitz im Notfall nicht aufblase, sagte ein Toyota-Sprecher. Tote oder Verletzte gab es den Angaben nach bislang nicht im Zusammenhang mit dem Airbag-Problem.

Honda ruft weltweit 1,14 Millionen Autos, Nissan 480.000 Fahrzeuge zurück. Bei Mazda sind es rund 45.500. Toyota bietet den Kunden an, den defekten Mechanismus am Airbag auszutauschen. Die Reparatur nehme bei den meisten Modellen ein bis maximal zweieinhalb Stunden in Anspruch. Zu den Kosten des Rückrufs wurden keine Angaben gemacht.

Der Airbag-Hersteller Takata teilte mit, er sei von den Autobauern über einen Rückruf in der Größenordnung von zwei Millionen Fahrzeugen informiert worden, nicht 3,4 Millionen. Takata-Aktien verloren an der Tokioter Börse neun Prozent. (rtr)

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