Wirtschaft : Defizit der Niederlande wächst Drei-Prozent-Grenze in Gefahr

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(kb). Auch die Niederlande werden im kommenden Jahr womöglich gegen die Auflagen des EUStabilitätspakts verstoßen. Das Haushaltsdefizit der Niederlande werde 2004 nicht wie geplant unter 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sondern bei circa 3,25 Prozent und damit über der Defizitgrenze von drei Prozent liegen, verkündete das regierungsunabhängige zentrale Planungsbüro am Mittwoch in seiner jüngsten Prognose. Im kommenden Jahr sei zudem nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent zu rechnen, sagen die Wirtschaftsexperten. Die Arbeitslosigkeit werde wegen der geringeren Wettbewerbsfähigkeit der Niederlande auf dem Weltmarkt 2004 auf sieben Prozent steigen. Premierminister Jan-Peter Balkenende sprach daraufhin von „schwerem Wetter“, das auf die Niederlande zukomme. Der rechtsliberale Koalitionspartner forderte weitere Sparmaßnahmen, um die Drei-Prozent-Grenze halten zu können. Gegenüber den Gewerkschaften sind zusätzliche Sparmaßnahmen allerdings nur schwer durchzusetzen. Denen hat die Regierung mit viel Mühe einen zweijährigen Lohnstopp abgehandelt. Dieser könnte nun in Gefahr geraten.

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