Wirtschaft : Degussa-Hüls: Eon-Tochter kauft Laporte

Der aus der Fusion von Veba und Viag entstandene Eon-Konzern will den Chemiebereich stärken. Dazu sollen die Töchter Degussa-Hüls und SKW Trostberg das britische Unternehmen Laporte für 2,26 Milliarden Euro übernehmen. "Die Übernahme von Laporte wird es der neuen Degussa ermöglichen, ihre Position als weltweit führender Anbieter von Feinchemikalien weiter auszubauen", betonte der designierte Vorstandsvorsitzende der vor der Fusion stehenden Eon-Töchter Utz-Hellmuth Felcht. Das Übernahmeangebot wird vom Laporte-Vorstand unterstützt.

Der Markt für Feinchemie sei auf Grund seines Volumens, seines Wachstums und seines Ergebnispotenzials eines der attraktivsten Marktsegmente in der Spezialchemie, sagte Felcht. Damit zähle er zu den Bereichen, die in der neuen Degussa zu weltmarktführenden Positionen durch Akquisitionen und internes Wachstum ausgebaut werden sollen. Den Laporte-Anteilseignern wird für jede Stammaktie 22,40 Mark geboten. Unter Berücksichtigung flüssiger Mittel bei Laporte ergebe sich ein Nettopreis von 1,8 Milliarden Euro. Die Kartellbehörden müssen dem Deal, der im ersten Quartal 2001 abgeschlossen sein soll, noch zustimmen.

Laporte hat sich in den vergangenen Jahren zu einem führenden Anbieter in der Spezialchemie mit Schwerpunkt Feinchemie entwickelt. Im November verkaufte das Unternehmen alle Nicht-Spezialchemie-Aktivitäten an einen amerikanischen Finanzinvestor. Unter Berücksichtigung dieses Verkaufes erwirtschaftete das britische Unternehmen Laporte 1999 mit rund 2300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 662 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von rund 170 Millionen Euro. Wesentliche Produktionsstandorte der Gesellschaft liegen in Europa, den Vereinigten Staaten und Kanada.

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