Delegation aus Texas in Berlin : Senatorin Yzer arbeitet an der Cowboy-Connection

Wenn Berlins Wirtschaft in die USA blickt, sehen die Unternehmen meist das Silicon Valley oder New York. Seit Montag hat Berlin neue Freunde: in Dallas, Texas. Mit dieser Stadt gibt es erstaunlich viele Gemeinsamkeiten.

von

„Um ehrlich zu sein, hatte ich das Bild einer eher düsteren Stadt im Kopf. Berlin war für mich Ostblock gemischt mit Techno-Pop“, sagte Mike Rawlings, Bürgermeister der Stadt Dallas in Texas, am Montag am Rande eines Treffens mit Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU). Entsprechend positiv überrascht waren er und seiner Begleiter, von Yzer zu erfahren, dass hier mittlerweile eher Hightech als Techno angesagt ist. Und wie grün die Stadt ist.

Mike Rawlings, der Bürgermeister von Dallas überreicht Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer sein Geschenk: Ein Trikot von Dirk Nowitzki, dem deutschen Star der Dallas Mavericks.
Mike Rawlings, der Bürgermeister von Dallas überreicht Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer sein Geschenk: Ein Trikot von...Foto: Kevin P. Hoffmann

Als Gastgeschenk überreichte Rawlings Yzer ein persönlich signiertes Trikot des "wohl beliebtesten Prominenten aus Dallas überhaupt", Basketball-Star Dirk Nowitzki, der die Dallas Mavericks zu Ruhm führte. Yzer freute sich sichtlich - allerdings nur kurz. Derartige Geschenke müssen Senatoren immer artig abgeben.

Die Texaner sind auf Europa-Tour, um auch für ihren Flughafen Dallas/Fort Worth (DFW) zu werben, den nach Atlanta und Chicago drittgrößten Airport der USA. Sie berichteten der Senatorin, wie ökonomisch wichtig die Entscheidung für ihre Region war, den Flughafen zum internationalen Drehkreuz auszubauen und nun drei Milliarden Dollar in die Renovierung der bis zu 40 Jahre alten Terminals zu investieren. Rawlings und der Flughafenchef wollen auch Air Berlin überzeugen, irgendwann non-stop von BER nach DFW zu fliegen. Doch Air Berlin hat derzeit andere Sorgen. Und der BER...? Let’s not talk about it anymore.

Für Yzer und die Berliner Seite war es interessant zu erfahren, wie wenig Dallas mit der gleichnamigen TV-Serie (ab 1978) zu tun hat. Cowboyhüte seien selten im Stadtbild, Geld sei aber noch jede Menge da, bestätigte Rawlings. In seiner Metropolregion leben mehr als sechs Millionen Menschen, viele internationale Konzerne haben dort ihre Zentralen. Dallas gilt als das zweitwichtigste Zentrum der US-Computerspieleindustrie, eine wachsende Rolle spielt die Gesundheitswirtschaft – zwei Felder, auf denen auch Berlin besonders erfolgreich unterwegs ist. „Die Kooperationen zwischen jungen Unternehmen aus Berlin und den USA wollen wir weiter fördern“, kündigte Yzer an. „Berlin und Dallas, das könnte die perfekte Ergänzung sein.“

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar