Wirtschaft : Den Zeitdruck in den Griff kriegen

Die Tage sind zu kurz, die Arbeit zu viel. Wer im Job ständig unter Zeitdruck steht, sollte die eigenen Motive und Strategien hinterfragen. „Viele Zeitprobleme sind hausgemacht“, erklärt der Karriereberater Martin-Niels Däfler. So würden sich viele Arbeitnehmer aus großem Karrierestreben immer mehr zumuten. Irgendwann gerieten sie durch die vielen Aufgaben dann in einen ungesunden und oft auch unproduktiven Dauerstress. Viel besser sei es, gelegentlich zu hinterfragen, ob die Aufgaben noch angenommen werden, weil sie einem Spaß machen. „Manche muten sich aus Gier nach einer Karriere einfach immer mehr zu“, warnt Däfler.

Dazu kommt noch ein anderes Phänomen: der Glaube, ständig erreichbar sein zu müssen. Dabei müssen Arbeitnehmer für Kollegen und Kunden nicht permanent verfügbar sein. „Wer sich nicht anmeldet, darf abgewimmelt werden, wenn es gerade schlecht passt“, erklärt Däfler. Viele Arbeitnehmer hätten aber eine falsche Scheu, zu sagen: „Mir passt es gerade nicht.“ Für ein gutes Zeitmanagement sei es aber unabdingbar, eine Arbeit störungsfrei erledigen zu können. Deshalb sei es besser, deutlich zu artikulieren, wenn ein Besuch oder Anruf gerade schlecht in die eigene Zeitplanung hineinpasst. dpa

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