Wirtschaft : Der Aktien-Tipp: RWE wird wieder attraktiv

Häufen sich die Gewinnwarnungen, werden positive Nachrichten besonders gut belohnt. Paradebeispiel: RWE. Seit Mitte März klettert die Aktie nach oben und hat fast wieder den Höchststand des Vorjahres erreicht. Gründe: Flucht aus den Technologiewerten - und gute Zahlen. Nach den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000/2001 steigt der Umsatz um 29 Prozent, das Betriebsergebnis liegt über der Zielmarke von plus 35 Prozent, die Gewinne legen leicht zu. Besonders erfreulich: Im Stromgeschäft bahnt sich die Wende an. Durch den Wettbewerb lagen die Preise deutscher Stromproduzenten geraume Zeit unter den Produktionskosten. Jetzt konnte RWE erstmals Neuverträge zu reellen Konditionen abschließen. Folge: Das Ergebnis im vierten Quartal liegt über Vorjahresniveau. Wohl auch dank eines Kostensenkungsprogramms. RWE hält nach Verbündeten Ausschau. Beispiel 1: das Joint-Venture mit Shell. Das neue Unternehmen Shell & DEA Oil besitzt das größte Tankstellennetz Deutschlands und will in den kommenden Jahren zweistellige Milliardenbeträge in die Erschließung neuer Gas- und Ölquellen investieren. Beispiel 2: RWE ist in erster Linie Stromproduzent. Den direkten Draht zum Kunden sollte die Eigenmarke Avanza bringen. Nun setzt RWE verstärkt auf Kooperation mit den Stadtwerken. Das unter der Marke Evivo angebotene Dienstleistungspaket wird schon von rund 150 Stadtwerken genutzt. Gut für RWE: Mit Dienstleistungen lässt sich mehr Geld verdienen als mit Standardprodukten.

RWE ist breit positioniert, gut für die Zukunft gerüstet und die Gewinne zeigen nach oben. Kurzfristig könnte der Wert bis auf den alten Top-Stand von 52 Euro klettern.

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