Wirtschaft : Der Aktientipp: Bart Simpson und seine Börsenkumpels

Bunt, frech und witzig: Wenn der kleine Bart Simpson seinen Vater Homer ärgert, schalten weltweit 50 Millionen Zuschauer ein. Kauffreudig sind die Fans der Comicfiguren - und davon lebt United Labels, ein kleines Unternehmen aus Münster. Die Gesellschaft verwandelt die Helden der Leinwand in Comicware - und bietet sie europaweit an. Möglich wurde das durch den Gang an den Neuen Markt im Februar 2000. Mit dem Emissionserlös von 37 Millionen Euro kaufte Unternehmensgründer Peter Boder mittelständische Familienbetriebe in Spanien und Belgien. Den Aktionären lieferte Boder dafür solide Zahlen mit zweistelligem Wachstum. Aber: Im ersten Halbjahr steht noch ein Verlust von 1,1 Millionen Euro zu Buche. "Wir machen 60 Prozent des Umsatzes im zweiten Halbjahr, weil dann die großen Messen in Birmingham und Paris sind", sagt Boder.

United Labels genießt den Ruf, Analysten bereitwillig einen tiefen Einblick in die Bücher zu gewähren. Der Aktie hat das nicht geholfen. "Wir werden durch Gewinne überzeugen", sagt Hanusch. Zentraler Einkauf und Währungsabsicherung sollen United Labels als Quasi-Monopolanbieter für einzelne Lizenzen in eine komfortable Situation bringen. Die Ebit-Marge soll von fünf auf zehn Prozent steigen. Die derzeitige Bewertung des Unternehmens eröffnet Langfrist-Anlegern eine günstige Einstiegsbasis. Im laufenden Jahr sind bei Gewinn (plus 101 Prozent) und Umsatz (plus 60 Prozent) dicke Zuwächse geplant. Das spiegelt sich im aktuellen KGV von 10,4 nicht ausreichend wieder - zumal der Gewinn bis 2003 auf 12,2 Millionen Euro steigen soll.

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