Wirtschaft : Der Aktientipp: Beru - zuverlässig wie ein Dieselmotor

Diesel fahren ist seit einiger Zeit wieder "in". Der Ludwigsburger Automobilzulieferer Beru hat im richtigen Moment auf diesen Trend gesetzt: "Mit einem Weltmarktanteil von 40 Prozent ist das Unternehmen führend bei Glühkerzen für Dieselmotoren", erklärt Jens Ehrhardt von der gleichnamigen Vermögensverwaltung. Beru erzielt über die Hälfte seiner Umsätze im Dieselmarkt. Zündungstechnik für Benziner macht den zweitwichtigsten Geschäftsbereich der Ludwigsburger aus. Ehrhardt zeigt sich von den Ergebnissen des Unternehmens beeindruckt: "Der Gewinn je Aktie ist seit dem Geschäftsjahr 1997/98 um durchschnittlich 29 Prozent gewachsen." Doch nicht nur das Gewinnwachstum, auch die Ertragskraft des seit 1997 an der Börse notierten Unternehmens ist beachtlich. Die Netto-Umsatzrendite erreichte im Geschäftsjahr 1999/2000 stolze zwölf Prozent. Die operative Umsatzrendite vor Abschreibungen betrug sogar 26,8 Prozent und lag damit fünf Mal so hoch wie beim Mitbewerber Dürr. Zusammen mit der guten Marktposition lassen die starken Zahlen für Vermögensverwalter Ehrhardt nur ein Urteil zu: "Berus Bewertung sollte nicht nur knapp, sondern deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen." Daher habe die Aktie selbst nach dem deutlichen Kursanstieg der vergangenen Monate unverändert Kurspotenzial.

In der Produktentwicklung arbeitet Beru mit allen führenden Autobauern Europas und der USA zusammen. Auch der Großteil Asiens ist bereits an Bord. Stattliche acht Prozent des Umsatzes fließen in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die hohen Investitionen zeigen, welchen Wert das Unternehmen auf die Zukunft legt. In einem zukunftsträchtigen Markt hat sich Beru bereits eine aussichtsreiche Position gesichert: Sensortechnik zur Reifendruckkontrolle. Da sich in den USA Unfälle auf Grund defekter Reifen häufen, muss von Oktober an jeder Neuwagen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgerüstet sein. Beru kommt das neue Gesetz gerade Recht.

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