Wirtschaft : Der Aktientipp: Cardinal Health

In kaum einer anderen Branche wachsen die Gewinne so kontinuierlich wie im Pharmasektor. Zuweilen machen jedoch auslaufende Patente erfolgreicher Präparate einen Strich durch die Rechnung. Der Markteintritt so genannter Generika, die den gleichen Wirkstoff günstiger anbieten, drückt den Umsatz meist erheblich. Das aber ist nur das Problem der Pharmahersteller, nicht der Großhändler. "Die verkaufen immer das, was gerade gut läuft und profitieren vom Trend zu Generika, da durch die fallenden Preise der Verbrauch und Absatz steigt", erklärt Fondsmanager Felix Schleicher von der Fiduka Depotverwaltung.

Mit 50 000 Mitarbeitern ist Cardinal Health der größte Pharmagroßhändler der USA. Durch zahlreiche Übernahmen erreichte das Unternehmen nicht nur seine jetzige Größe, sondern erschloss auch neue Geschäftsfelder. "Cardinal Health stellt Medikamente für kleinere Pharma- und Biotechnologieunternehmen her. Zusätzlich verdient die Firma Geld mit der Entwicklung von Medikamentenverabreichungstechnologien", sagt Schleicher. Cardinal Health beliefert Krankenhäuser zum Beispiel mit Automaten, mit denen Pillen für die Patienten vorsortiert werden.

"Seit 16 Jahren wächst der Gewinn pro Aktie um mindestens 20 Prozent jährlich", sagt Schleicher. "Ängste, dass Internet-Händler eine Konkurrenz sein könnten, drückten während des Internet-Booms vor zwei Jahren den Kurs erheblich. Mit der Rückkehr zur Realität konnte diese Delle jedoch ausgeglichen werden. Die Erfolgsstory kann weitergehen."

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