Wirtschaft : Der Aktientipp: De Beers soll zu einer Luxusmarke werden

De Beers macht nicht nur Frauen Freude, sondern auch den Anlegern. Das Unternehmen, das vielen über den Werbeslogan "A diamond is forever" bekannt ist, notiert zurzeit bei rund 40 Euro, 36 Prozent Kursgewinn in vier Wochen. Der Grund für diese positive Entwicklung: Anglo American, das bereits 33 Prozent an De Beers hält, will alle Aktien haben. Zusammen mit dem Oppenheimer-Clan und der Debswana Diamantengesellschaft wollen sie die restlichen 60 Prozent der Aktien, die sich im Streubesitz befinden, für 40 Dollar je Aktie aufkaufen. Doch Analysten halten das Angebot für nicht der Rede wert. Sie argumentieren, De Beers sei wesentlich mehr wert. Mit dem kompletten Kauf von De Beers würde ein Schlussstrich unter ein kompliziertes Beteiligungsgeflecht gezogen werden, in das neben De Beers und Anglo auch weitere Unternehmen der Diamanten-Dynastie Oppenheimer eingewoben sind. Mit der geplanten Unternehmenstransaktion und einer Nutzung der Marke De Beers für das Luxusgütergeschäft wäre auch eine politische Kuh vom Eis: Bislang haben die Südafrikaner über ein legendäres Kartell zwei Drittel des weltweiten Diamantenhandels kontrolliert und mit großen Diamantvorräten den Preis der edlen Steine gesteuert. In Amerika verstößt diese Praxis gegen die Richtlinien der Anti-Trust Kommission. Für die Nutzung eines Markennamens De Beers steht bereits ein Interessent vor der Tür: Die französische Luxusgütergruppe Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH). Die Franzosen wollen mit De Beers ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Auch nach der Fusion.

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