Wirtschaft : Der Aktientipp: Eon steht vor der Konsolidierung

Eon-Vorstandschef Ulrich Hartmann will den Konzern zum weltweit größten Anbieter für Strom und Gas machen. Finanziert wird die Expansion durch den Verkauf aller Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Rechtzeitig vor der Krise konnte Hartmann die Telekommunikationssparte versilbern. Auch die Sorgenkinder - Stahlbauer Klöckner, Siliziumwafer-Produzent MEMC - ist er seit kurzem los, und bei VAW Aluminium ist eine Lösung in Sicht.

Analysten loben die finanzielle Solidität des Unternehmens. Sichtbarer Beweis: In der Neunmonatsbilanz sind 14,2 Milliarden Euro liquider Mittel ausgewiesen - hinreichend Kapital für den Umbau. Erfolg hatte Eon-Chef Hartmann mit zwei großen Akquisitionen. So kommt im den britischen Versorger Powergen für 15,3 Milliarden Euro nach Düsseldorf. Zweitens geht Veba-Öl an BP. Im Gegenzug erhält Eon 25,5 Prozent an Ruhrgas.

Hartmanns Ziel ist die Mehrheit an Ruhrgas, die in Deutschland einen Marktanteil von 60 Prozent hat. Mit Eon an der Spitze könnte die Ruhrgas in neue Dimensionen vorstoßen. Denn der umweltfreundliche Energieträger Gas ist auf dem Vormarsch: sowohl für die Strom- wie die Wärmeerzeugung. Ungeachtet dessen bleibt Eon eine Großbaustelle. Die geplanten Übernahmen müssen integriert, die Verkäufe effizient abgewickelt werden - eine Herkulesaufgabe für das Management.

Eon

Wertpapierkennummer: 761 440

Umsatz: 93,24 Milliarden Euro, 2000

KGV: 17 für 2002

Marktkapitalisierung: 44,73 Milliarden Euro

Internet:

Stop-loss-Kurs: 50 Euro

Fazit: Klare Strategie, exellente Marktposition und volle Kassen. Zurzeit zwar eine Großbaustelle, aber auf dem richtigen Weg. Langfristig kaufen:

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