Wirtschaft : Der Aktientipp: Erfolg aus Minen fördern

Handy, Laptop und digitale Kamera sind längst Alltagsgegenstände in der mobilen Welt des 21. Jahrhunderts. Den wieder aufladbaren Batterien sei Dank - und den Nickelproduzenten in Kanada. Nickel ist einer der Hauptbestandteile der Akkus. Außer in Batterien kommt der Rohstoff vor allem bei der Herstellung von Edelstahl und anderen Metallen zum Einsatz - unverzichtbare Zwischenprodukte in vielen Industriezweigen. "Der Nickelabsatz wird mindestens so stark wachsen wie die Weltwirtschaft, und wegen des steigenden Bedarfs an Akkus wahrscheinlich noch ein Quäntchen mehr", sagt Frank Lingohr. Der Vermögensverwalter aus Erkrath setzt auf die kanadische Falconbridge Limited, den drittgrößten Nickelproduzenten der Welt.

Die Minen der 1928 gegründeten Gesellschaft zeichnen sich durch geringe Förderkosten aus. Für Falconbridge spricht zudem die für ein Rohstoffunternehmen überdurchschnittlich hohe operative Gewinnmarge von 20 Prozent. "Auch die Eigenkapitalrendite von 16,4 Prozent würde Warren Buffett, dem Vorbild aller Value-Investoren, gefallen", meint Lingohr. Das Problem des Unternehmens:Derzeit kann es lediglich Nickelreserven für die nächsten neun Jahre nachweisen, was weniger ist als bei der Konkurrenz. Doch neue Förderquellen deuten sich bereits an, etwa in Neukaledonien. Einen Pluspunkt sieht Lingohr auch im Management. Es glänze durch Kontinuität. Unter dem Strich ist die Aktie in Lingohrs Augen extrem günstig bewertet. Die Marktkapitalisierung entspricht gerade dem 7,3-fachen des freien Cash-flows. Vermögensverwalter Lingohr: "Großaktionär Noranda will seinen Anteil in Zukunft noch ausdehnen. Diese Käufe wirken natürlich unterstützend auf den Kurs."

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