Wirtschaft : Der Aktientipp: Markenprodukte haben ihren Preis

Marketing-Studenten können den Namen nicht mehr hören: Nivea, das Vorzeigeprodukt für perfekte Markenführung. Durch die ständige Weiterentwicklung der Produktlinie - seit 1911 gibt es die Creme aus der blauen Blechdose - gelang der Aufstieg zu einem der bekanntesten Verbraucherprodukte Deutschlands. Der Wert des Markennamens zeigt sich auch in der Bilanz des Nivea-Herstellers Beiersdorf. "Mit der so genannten Cosmed-Sparte, zu der die Nivea-Produktlinie und die Marken Labello, 8x4 und La Prairie gehören, erzielt Beiersdorf 63 Prozent seiner Umsätze, aber 85 Prozent des operativen Gewinns und damit eine deutlich höhere Umsatzrendite als im Gesamtkonzern", sagt Heidrun Heutzenröder, Managerin bei der Adig Investment. Sie empfiehlt die Aktie unverändert zum Kauf.

In der Cosmed-Sparte sollen die Umsätze weiter zweistellig wachsen. "Doch auch die Bereiche Medical und Tesa bieten großes Verbesserungspotenzial, zumal es sich auch hier keineswegs um No-Name-Produkte handelt", sagt Fonds-Managerin Heutzenröder. Der Bereich Medical ist in zwei Bereiche gegliedert - einerseits in Produkte für Endverbraucher wie Hansaplast, Leukoplast und die medizinische Hautpflegeserie Eucerin. Andererseits in Angebote für Ärzte und Krankenhäuser wie Gipsverbände und Stützstrümpfe. Der M-Dax-Wert ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34 auf Basis des für 2002 geschätzten Gewinns nicht mehr günstig bewertet. Fonds-Expertin Heutzenröder hält die Beiersdorf-Aktie dennoch weiterhin für kaufenswert: "Die seit Jahren kontinuierlich wachsenden Gewinne, gepaart mit den guten Aussichten, rechtfertigen die hohe Bewertung."

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