Wirtschaft : Der Aktientipp: Mit Barbie-Puppen zu Rekordmargen

Zaubern statt zaudern: Zu Weihnachten trotzt der Spielzeugmarkt der Rezession. Noch schneller als der Umsatz wachsen die Margen der Hersteller. Dank Rückbesinnung auf das traditionelle Weihnachten stehen neben Harry-Potter-Figuren auch Puppen und Modellautos ganz oben auf den weihnachtlichen Einkaufszetteln der Eltern. In Deutschland rechnen die Branchenverbände mit einem Jahresabschluss mindestens auf Vorjahresniveau - mehr, als der Einzelhandel insgesamt zu hoffen wagt.

Nordamerika steht für 45 Prozent des globalen Spielzeugmarktes, obwohl nicht einmal vier Prozent von weltweit 1,66 Milliarden Kindern unter 14 Jahren dort leben. Kein Wunder also, dass die beiden größten Hersteller ebenfalls dort zu Hause sind: Von den 20 umsatzstärksten US-Spielwaren des vergangenen Jahres wurden 16 in den Labors von Mattel und Hasbro entwickelt. Und auch bei uns, wo Playmobil, Märklin und die dänische Lego eine Sonderstellung haben, mischen Mattels Barbie und Fisher-Price, Hasbros MB und Parker Spiele mit wachsender Bedeutung ihrer Lizenzprodukte ganz vorne mit. An der Börse haben sich Mattel und Hasbro seit Jahresanfang allerdings weniger wegen ihrer prallvollen Produkt-Pipelines für Anleger interessant gemacht: Viel stärker als ihr Umsatz steigen nämlich ihre Gewinnmargen.

Das Barbie-Imperium Mattel ist entschlossen, die operativen Margen von unter zwölf Prozent im Jahr 2000 auf 17 Prozent zu verbessern - zurück auf das Rekordniveau des Jahres 1997. Damals notierte auch die Aktie über 40 Euro. Hasbro hat es dagegen etwas schwerer als Mattel: Dem Umsatzvergleich zum Vorjahr kann der Konzern wegen des Riesenerfolgs der Pokémons kaum standhalten. Auch das Gewinnziel ist mit rund elf Prozent operativer Marge bis 2003 bescheidener.

Mattel

WKN: 851 704

KGV: (2002) 19,9

Marktkapitalisierung: 9,39 Mrd. Euro

Internet: www.mattel.com

Kurs: (in Euro am 28.11.2001) 21,88

Stop-loss-Kurs: (in Euro) 16,00

Fazit: Ein rezessionsstabiler Wert, der stark gestiegen ist, aber dank Harry Potter und straffem Kostenmanagement noch Potenzial hat. Langfristkauf.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben