Wirtschaft : Der Aktientipp: Numico: Mit Babynahrung und Vitaminen zum Erfolg

Bis November 2000 bescherte der niederländische Lebensmittelhersteller Numico seinen Aktionären mit einem Plus von 60 Prozent viel Freude. Doch seither sackt der Kurs der Aktie ab. In Deutschland kennt kaum jemand das Unternehmen mit weltweit rund 28 500 Mitarbeitern. Aber die Marken, die die Niederländer unter ihrem Dach versammelt haben, sind bekannt: zum Beispiel der Milupa-Brei oder die Pullmoll-Bonbons.

Unter Anlegern machte sich Numico aber einen ganz anderen Namen. Wer Aktien des Unternehmens im Depot hatte, konnte sich von Januar bis Ende November 2000 über eine stattliche Rendite von 60 Prozent freuen. Unter Experten gilt der Lebensmittelkonzern als einer der solidesten Wachstumswerte auf dem europäischen Kurszettel. Der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten 2000 im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte dieses Umsatzsprungs verdanken die Holländer drei übernommenen US-Unternehmen: GNC, Rexall Sundown und Enrich produzieren und vertreiben Diätnahrung und Nahrungsergänzungsmittel wie Mineral- und Vitaminpillen.

Den Gewinn hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2000 um 101 Prozent auf 169 Millionen Euro gesteigert. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 1999 setzten die Niederländer weltweit 2,3 Milliarden Euro um (Umsatzzuwachs rund 46 Prozent), der Gewinn kletterte um 42 Prozent auf 218 Millionen Euro. Im Dezember endete der kontinuierliche Kursanstieg der Aktie jäh und sie fiel um 20 Prozent. Fundamentale Gründe für den jüngsten Kurssturz gibt es nicht, dem Unternehmen geht es nach wie vor gut. Den Kurs beeinflussen äußere Faktoren: Der gestiegene Euro-Kurs zum Jahresende 2000 macht der Aktie zu schaffen. Da der Konzern einen Großteil seiner Umsätze in Dollar fakturiert, bezweifeln Skeptiker, dass die Gewinne tatsächlich um 70 Prozent wachsen können.

Numico ist so gut positioniert, dass jetzt ein günstiger Zeitpunkt zum Einstieg gekommen ist. Anleger sollten auf jeden Fall einen Stop-loss-Kurs setzen und diesen immer den aktuellen Kursen anpassen. Er sollte zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs liegen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar