Wirtschaft : Der Aktientipp: Von der Röhre zum Multimedia-Fernseher

Getrieben von der Begeisterung an den Technologiebörsen schnellte auch die Loewe-Aktie im Jahr 2000 nach oben. Im Unterschied zu vielen Technologie-Aktien verteidigt sie aber ihr Hoch. Ein weiterer Grund zur Freude für die Anleger: Erstmals wird eine Dividende ausgeschüttet. Denn Loewe - im Smax, dem Börsensegment für kleine und mittlere Betriebe, notiert - hat ein gutes Jahr hinter sich: "Es war das beste Jahr der Firmengeschichte", sagt Vorstandschef Rainer Hecker. Das Erfolgsrezept: Design und neueste Technik. Außerdem werden nur geringe Stückzahlen gefertigt, womit Loewe den Platz des Technologieführers auf dem Markt besetzt halten will. Das hat seinen Preis: Fernseher von Loewe sind im Schnitt 1000 Mark teurer als Geräte der Konkurrenz. Den Kunden schreckt das nicht: Geht es ums Fernsehen, wollen die Deutschen vor allem Hochwertiges. Dass die Loewe-Geräte ankommen, zeigen auch die Sparten-Ergebnisse: Mit einem Umsatz von 288 Millionen Euro (plus 3,7 Prozent) war die Unterhaltungselektronik (Fernseher und Stereo-Anlagen) wichtigstes Standbein. Bei Telefonen und Anrufbeantwortern konnte Loewe nur 23 Millionen Euro umsetzen (minus acht Prozent). Der Umsatz der Multimedia-Produkte verneunfachte sich dagegen auf 51 Millionen Euro. Besitzer von Loewe-TV-Geräten werden ab März Internet-Seiten per Tastendruck auf den Bildschirm zaubern können - dank einer Kooperation mit dem ZDF. Weitere Neuerungen will Hecker auf der Funkausstellung im August vorstellen.

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