Wirtschaft : Der Aktientipp: Zementhersteller mit viel Geld

2001

Zement ist ein solides und mitunter staubtrockenes Geschäft - kaum ein Stoff, der bei Anlegern gewöhnlich für Verzückung sorgt. Wer sich vor drei Jahren dennoch begeistern konnte und auf die Branchenführer Lafarge und Holcim setzte, verzeichnet heute ein Kursplus von 32 Prozent. Der Grund: Die Branche wird kräftig aufgemischt. Ehemals national ausgerichtet, sind die Großen mittlerweile weltweit aktiv und haben sich Zug um Zug die Konkurrenz einverleibt. Unter den ersten Fünf (Lafarge, Holcim, Cemex, Heidelberg Cement und Italcementi) stammt mit Cemex nur ein Unternehmen nicht vom alten Kontinent. Grund für die Dominanz: Zement ist ein sehr kapitalintensives Geschäft. Wer eine gewisse Größe erreicht, erwirtschaftet dank der hohen Gewinnmargen reichlich Kapital für Akquisitionen. Von allen Zementherstellern weist Cemex die niedrigste Verschuldung auf und erwirtschaftet den höchsten frei verfügbaren Cash-Flow. Die Mexikaner profitieren von hohen Margen auf dem Heimatmarkt und dem Bauboom in der Karibik. 2002 soll der Cash-Flow um weitere zehn Prozent steigen, trotz leicht rückläufigen Umsatzes. Dennoch stehen auch die Mexikaner unter Druck: Sie sind stark abhängig vom US-Markt und kommen im Asien-Geschäft nicht voran.

Cemex

Wertpapierkenn-Nummer: 925905

Umsatz ( 2001 ): 7,97 Milliarden Euro

KGV: 6,5

Marktkapitalisierung: 1,33 Milliarden Euro

Kurs ( 20. 2. 2002 ): 29,90 Euro

Stopp-loss-Kurs: 25 Euro

Fazit: Hohe Margen und starker Cash-Flow. Muss international stärker werden. Kaufen.

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