Wirtschaft : Der Berliner Pharmakonzern offeriert als eines der ersten deutschen Unternehmen Belegschaftsaktien

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Der Berliner Pharmakonzern Schering will seine Mitarbeiter in Deutschland und den EU-Ländern, in denen das Unternehmen aktiv ist, an der guten Ertragsentwicklung teilhaben lassen. Darum hat sich der Vorstand entschlossen, seinen Mitarbeitern den Bezug von bezuschussten Belegschaftsaktien anzubieten. Die freiwillige Leistung des Unternehmens hat einen Umfang von zehn Millionen Euro. Der Wert des Aktienpaketes beträgt nach Unternehmensangaben pro Mitarbeiter etwa 800 Euro.

Wie Schering am Montag mitteilte, ist es damit eines der ersten deutschen Unternehmen, das ein solches Programm innerhalb der Europäischen Union auflegt. Mit seinen europäische Tochterunternehmen erzielte Schering in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro, was 70 Prozent des Konzernumsatzes entspricht.

Insgesamt können 12 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dem Programm Gebrauch machen - über 7500 in Deutschland, rund 2000 in deutschen Tochtergesellschaften und etwa 3800 in Europa. In Deutschland sind nach Angaben von Schering-Sprecher Mathias Claus bereits 85 Prozent der Mitarbeiter Belegschaftsaktionäre.

Wegen der nationalen Gesetzgebung seien die Aktienmodelle in jedem Land unterschiedlich gestaltet. Prinzipiell könnten die Mitarbeiter der Schering AG und der deutschen Töchter im April 2000 sechs Aktien erwerben. Diese bezuschusst Schering mit jeweils 50 Euro. Mitarbeiter, die sich an dem Programm beteiligten, erhielten darüber hinaus vier Gratisaktien. Alle Aktien seien aus steuerrechtlichen Gründen sechs Jahre lang gesperrt und voll Dividenden berechtigt.

In dem Land, in dem Belegschaftsaktien nicht real ausgegeben oder im Depot verwaltet werden können, erhalten die Mitarbeier sieben so genannte virtuelle Aktien. Nach mindestens drei Jahren tauschen sie die Aktien dann gegen den aktuellen Wert ein. Die Schering-Aktie kostete am Montag zur Kasse 120,60 Euro. Als das Programm im Oktober festgelegt wurde, waren es erst 102 Euro.

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