DER BLICK VON AUSSEN : „Deutschland könnte mehr investieren“

Der US-Ökonom Nouriel Roubini kritisiert den Umgang der Bundesregierung mit der Wirtschaftskrise. „Deutschland könnte es sich leisten, mehr Steuergeld zu investieren, tut es aber nicht“, sagte Roubini dem „Handelsblatt“. Auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bemängelt Roubini, der den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und den Internationalen Währungsfonds beriet, als zu zögerlich. „Die EZB sorgt sich wie in der Vergangenheit zu sehr um die Inflation und unterschätzt, wie sehr die Krise Europa beeinträchtigen wird“, sagte Roubini. Mit einer wirtschaftlichen Erholung rechnet der Ökonom, der als einer der Ersten den Crash am US-Immobilienmarkt und die folgende Rezession vorausgesagt hatte, nicht vor 2010. Aber auch dann werde die Erholung eine geringe Dynamik haben. Noch ist Roubini zufolge die Krise nicht ausgestanden: „Die vielen staatlichen Finanzhilfen wirken. Wir stehen vor einer Bodenbildung, haben die aber noch nicht erreicht.“ Nun werde der Zwang zur Konsolidierung der Haushalte immer größer. dcl

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