Wirtschaft : Der Britische Billigflieger gibt nach Millionenverlusten auf

Die britische Billigfluglinie Debonair hat am Freitag Konkurs angemeldet. Wie die Konkursverwalter Deloitte & Touche mitteilten, wurden alle Flüge der Debonair eingestellt. Die Gesellschaft hatte auch München und Mönchengladbach auf ihrem Programm. Über die Beförderung gestrandeter Passagiere werde mit Lufthansa und Swissair verhandelt, teilten die Konkursverwalter mit.

Der Zusammenbruch von Debonair wurde von Analysten mit dem scharfen Konkurrenzkampf auf dem Billigflugmarkt begründet. Von Großbritannien aus operierende Billigfluglinien bestreiten nach Expertenangaben 60 Prozent des europäischen Billigflugmarktes. Nach Angaben der "Financial Times" vom Freitag verzeichnete Debonair zu Ende des Geschäftsjahres 1998 (31. März) Verluste vor Steuern von 16,6 Millionen Pfund (49,8 Millionen Mark/25,4 Millionen Euro). Im Jahr davor hatten die Verluste bei 15,7 Millionen Pfund gelegen.

Die auf dem Flughafen Luton bei London stationierte Debonair war 1997 an die Börse gegangen. Im Juli 1997 notierte die Aktie mit 450 Pence. Bei Einstellung des Börsenhandels in London am Donnerstagabend lag der Preis bei 77 Pence.

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