Wirtschaft : Der Bundesverband Freier Wohnungsunternehmen befürchtet eine Baukrise

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Der Bundesverband Freier Wohnungsunternehmen (BfW) hat die Bundesregierung zu einer Kurskorrektur in der Wohnungs- und Baupolitik aufgefordert. Der Verband legte am Dienstag in Berlin einen Zehn-Punkte-Katalog vor, der dem von ihm befürchteten Einbruch auf dem Wohnungsmarkt entgegenwirken soll. Der BfW rechnet mit einer Unterversorgung auf dem Wohnungsmarkt, weil potenziellen Bauherren die Anreize fehlten.

Insbesondere kritisierte der Verbandsvorsitzende Werner Upmeier das steuerliche Verrechnungsverbot für Verluste aus Wohnungsinvestitionen mit anderen Einkünften. "Das läuft auf eine Vergiftung des Investitionsklimas hinaus", sagte Upmeier. Wegen der erst in diesem Jahr in Kraft getretenen Neuregelung und anderer Verschlechterungen der Rahmenbedingungen erwartet der Verband für das laufende Jahr insgesamt nur noch die Genehmigung von 430 000 Wohnungen. Das seien 40 000 weniger als im Vorjahr. Damit verbunden sei ein Arbeitsplatzverlust von etwa 100 000 Stellen. Upmeier forderte die Regierung auf, die entsprechenden Paragrafen 2 und 2b des Einkommensteuergesetzes zu streichen. Seine Organisation werde beim erstmöglichen Steuerfall einer Klage vor Gericht beitreten. In dem Zehn-Punkte-Katalog wird außerdem die Rücknahme der Senkung der Einkommensgrenzen bei der Eigenheimzulage gefordert.

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