Wirtschaft : Der Chemiekonzern strebt positives Ergebnis an

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Für Vorstandschef Claudio Sonder ist es nicht nur Zweckoptimismus. "Schneller als erwartet haben wir die Restrukturierung erreicht." Jetzt soll sich der Chemiekonzern Celanese, hervorgegangen aus dem Hoechst-Konzern, auf die Steigerung der Rentabilität konzentrieren. Eine Kapitalrendite von 15 Prozent peilt der Manager an. Im laufenden Jahr soll Celanese beim Betriebsergebnis schwarze Zahlen schreiben. 1999 war das Unternehmen mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Sieben Firmen, die nicht zum Kernbereich gehören, wurden verkauft. Mit dem Geld hat Celanese seine Finanzschulden um zwei Drittel auf 570 Millionen Mark reduziert. Endgültig verbleiben aus diesen Desinvestitionen rund 300 Millionen Euro, weil noch zwei Bereiche mit Verlust verkauft werden müssen. Ende 1999 beschäftigte Celanese weltweit 16 900 Mitarbeiter. Insgesamt lag der Umsatz mit 4,31 Milliarden Euro leicht unter der Vorjahreszahl. Vor Zinsen und Sonderaufwendungen stand ein Ergebnis von 377 Millionen Euro nach 580 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Betriebsergebnis rutschte von plus 168 Millionen Euro auf minus 521 Millionen Euro. In keinem einzigen Geschäftsfeld konnte Celanese ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. Unter dem Strich blieb ein Jahresfehlbetrag von 207 Millionen Euro nach 44 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Trotz des schlechten Ergebnisses will Celanese seinen Aktionären mit 0,11 Euro wenigstens eine kleine Dividende bezahlen.

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