Wirtschaft : Der Einkauf in Dollar wird billiger

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Die gesamte Volkswirtschaft, so scheint es, klagt derzeit über den starken Euro. Doch Unternehmen, die den Dollar auf der Kostenseite stehen haben, profitieren von dessen aktueller Schwäche.

Wie die Sportartikelbranche. AdidasSalomon produziert und kauft seine Materialien zum großen Teil in Asien – und zahlt dort in Dollar. „Die ersten positiven Auswirkungen erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte“, sagt Sprecherin Anne Putz. Preissenkungen aber seien derzeit nicht geplant. Der Kunde wird also nicht profitieren, der Konzern erhöht seine Marge.

Auch die Tourismusunternehmen sind potenzielle Profiteure. Doch kurzfristig gibt es hier keine Effekte. „Wenn die Euro- Entwicklung aber so weiter geht, sind Preisnachlässe – besonders für Amerika und die Karibik – ab dem Winter möglich“, sagt Dagmar Rotter von Thomas Cook. Auch im Versandhandel ändert sich wegen des großen Vorlaufs bei aktuellen Katalogen nichts. Quelle und Neckermann können aber bei gleichbleibenden Bedingungen für den Herbst-Winter-Katalog in Asien billiger einkaufen als bisher – der Preis dieser Produkte wird dann fallen.

In Dollar werden auch Bananen und viele andere Südfrüchte gehandelt. Denn sie kommen meist aus Südamerika. Auf den Obstmarkt soll die Währungsentwicklung aber keine Auswirkungen haben. „Der Marktpreis schwankt täglich. Zur Zeit wird allgemein wenig Obst verkauft, die Währungsschwankungen haben auf die Preise kaum Einfluss“, sagt Klaus Pape von Direct Fruit Marketing in Bremen. obu

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