Wirtschaft : Der Euro ist nicht zu halten

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(dpa) Das Abebben des Kapitalflusses in die USA und wachsende Furcht vor amerikanischem Protektionismus haben den Euro am Mittwoch auf Rekordhöhen gegen den Dollar getrieben. Zwischen den USA und China droht ein neuer Handelsstreit. Bei der Industrie löste der Höhenflug der europäischen Währung Angst um die Exporte und den zarten Konjunkturaufschwung aus.

In den frühen Morgenstunden kletterte der Euro im asiatischen Handel auf das Allzeithoch von 1,1977 USDollar. Am Nachmittag folgte die Europäische Zentralbank nach und setzte den Referenzkurs des Euro von 1,1778 Dollar auf den Rekordstand von 1,1910 herauf. Der US-Dollar, immer noch mit Abstand die Leitwährung der Welt, kostete damit nur noch 83,96 Euro-Cent. Innerhalb von drei Jahren hat sich der Euro damit gegen den US- Dollar um rund 45 Prozent verteuert. Damals hatte die Euro-Schwäche allerdings die Exporte der Euro-Länder angekurbelt. Nun sieht die Exportwirtschaft umgekehrt ihre Geschäfte im Dollarraum bedroht.

„Der DAX muss jetzt erstmal den starken Euro verschmerzen“, sagte ein Börsenhändler in Frankfurt. Der starke Eurokurs hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch belastet und den Aktienindex DAX ins Minus gedrückt. Bis kurz vor Redaktionsschluss verlor das Börsenbarometer 0,63 Prozent auf 3643 Punkte. Der MDAX rutschte um 0,89 Prozent auf 4226 Punkte. Der TecDAX gab 1,31 Prozent auf 543 Zähler nach.

Am Rentenmarkt stieg der Bund Future 0,06 Prozent auf 113,03 Punkte. Der REX gewann 0,31 Prozent auf 117,38 Punkte. Die Umlaufrendite sank auf 3,97 (Dienstag: 4,03) Prozent.

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