Wirtschaft : Der Euro kommt: Bundesbank zahlt für die Einführung der Gemeinschaftswährung

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Zumindest für die Sparkassen, die Volksbanken und die öffentlichen Banken einerseits und für die Bundesbank andererseits ist die Frage einer möglichen Erstattung der Kosten für die Einführung des Euro-Bargeldes durch den Staat vom Tisch. "Dieser ganz kritische Punkt ist erledigt", sagte Christian Achilles, Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am Freitag. "Wir sehen die Diskussion als beendet an", sagte Bundesbank-Sprecher Wolf-Rüdiger Bengs. Hintergrund ist die Zusage der Bundesbank, mit einem gestaffelten Bonussystem diejenigen Banken und Sparkassen zu "belohnen", die sich bereits ab Anfang September Euro-Bargeld in die Tresore legen, um es schon vor dem offiziellen Euro-Einführungstermin am 1. Januar 2002 an den Einzelhandel und an den Geschäftskunden weiterzugehen. Die Privaten Banken allerdings halten diese Regelung nicht für ausreichend und die Einführung des Euro-Geldes für eine öffentliche Aufgabe. Bundesbank, große Teile der Kreditwirtschaft, Industrie, Einzelhandel und Handwerk haben sich jetzt darauf verständigt, dass die Bundesbank ab 17. Dezember nicht nur an Privatleute kostenlos so genannte Euro-Haushaltsmischungen abgeben wird, sondern schon vorher auch an Banken und Sparkassen. Dies soll gebührenfrei und unbürokratisch, wie Bundesbank-Sprecher Wolfram Bengs betont, bereits ab Anfang September geschehen, so dass die Geldhäuser diese "Firmen-Päckchen" mit Euro-Bargeld wiederum an ihre Kunden und damit in erster Linie an den Handel weitergeben können. Dabei soll die Einführung des Euro-Bargelds - ab 1. Januar 2002 - entzerrt werden.

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