Wirtschaft : Der europäische Mobilfunkmarkt wird neu aufgeteilt - und die Telekom mischt fröhlich mit

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Im europäischen Mobilfunkmarkt werden die Karten zurzeit neu gemischt. Während bislang die Konkurrenten vor allem ihre Position auf den nationalen Märkten ausbauten, nehmen die großen Anbieter jetzt den europäischen Markt ins Visier. Dabei geht es nicht nur um das reine Handy-Geschäft, dem immer noch zweistellige Zuwachsraten in Europa prognostiziert werden. Mit der sogenannten WAP-Technik werden Mobilfunk und Internet verknüpft, die Branche hofft auf boomende Zusatzgeschäfte. Sollte der größte britische Mobilfunkanbieter Vodafone tatsächlich Mannesmann übernehmen, entstünde mit Abstand der größte europäische Anbieter im Mobilfunk. Bislang hält diese Position die Telecom Italia Mobile. Über 15 Millionen Handy-Kunden haben die Italiener, im letzten Jahr machte das Unternehmen einen Umsatz von 11,5 Milliarden Mark. Mit der geplanten Übernahme des drittgrößten britischen Mobilfunkbetreibers Orange rückt Mannnesmann mit 10 Millionen Kunden und einem Umsatz von fast 11 Milliarden Mark an die zweite Position. Zudem ist Mannesmann mit 55 Prozent am zweitgrößten italienischen Anbieter, Omnitel Pronto Italia, beteiligt. Die Italiener haben 7 Millionen Kunden, bei einem Umsatz von 2,6 Milliarden Mark. Mannesmann dicht auf den Fersen ist die France Télécom, die zusammen mit E-Plus auf 10 Millionen Kunden und einen Umsatz von rund 11 Milliarden Mark kommt. Gut zugekauft hat auch die deutsche Telekom. Zu ihren 7 Millionen deutschen Kunden kommen jetzt auch die Kunden des englischen Mobilfunkanbieters One-2-One. Die Deutsche Telekom kommt damit auf 8,7 Millionen Kunden bei einem Umsatz von rund 8,3 Milliarden Mark. Die spanische Telefonica zählt 5,7 Millionen Kunden bei einem Umsatz von 5,5 Milliarden Mark. Vodafone hat zwar nur 5,6 Millionen Kunden in Großbritannien, zählt aber mit einem Umsatz von gut 9 Milliarden Mark zu den Schwergewichten in Europa.

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