Wirtschaft : Der größte deutsche Baukonzern Hochtief übernimmt den US-Marktführer beim Wolkenkratzer-Bau

steht vor der Übernahme des US-Unternehmens Turner Corporation, der Nummer eins im Bau von Wolkenkratzern. Eine Hochtief-Sprecherin bezifferte den Kaufpreise des kompletten Aktienpakets des New Yorker Bauunternehmens am Montag auf rund 370 Millionen Dollar (rund 721 Millionen Mark. Bei dem bevorstehenden Erwerb handele es sich um die größte Firmenübernahme in der Geschichte des mehrheitlich zum Essener RWE-Konzern gehörenden Baukonzerns. Die Turner-Aktionäre haben der Essener Hochtief AG nach der Vorlage des Übernahmeangebots am 16. August in New York rund 91 Prozent der Stammaktien angeboten. Außerdem trugen sie Hochtief 100 Prozent der Vorzugsaktien an. Noch in diesem Monat sollen die verbliebenen Turner-Aktionäre abgefunden werden. Die Turner Stammaktien waren zum Preis von 28,625 Dollar angedient worden. Ein Schweizer Großaktionär, der mit rund 20 Prozent über das größte Einzelpaket verfügte, hatte bereits im Vorfeld grünes Licht für die geplante Übernahme signalisiert.

Mit einem Schlag sei Hochtief damit flächendeckend in den USA präsent, so die Sprecherin. "Turner ist eine Bereicherung für unsere globale Strategie", erklärte Konzern-Chef Hans-Peter Keitel. Mit 41 Niederlassungen und rund 3000 Beschäftigten decke Turner den Markt in den USA ab. Mit einer Bauleistung von 4,1 Milliarden Dollar zähle Turner zu den größten US-Baufirmen. Hochtief ist mit einer Leistung von 12,3 Milliarden Mark (1998) der größte deutsche Baukonzern. Das auf den Bau von Hochhäusern spezialisierte US-Unternehmen gilt in diesem Marktsegment als führend. Zu den bedeutendsten Projekten des 1902 gegründeten Unternehmens gehörten unter anderem der Bau des Madison Square Garden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben