DER INTEGRIERTE MEDIENKONZERN : Geplatzte Träume

Einen Traum hat sich der Zeitungsverleger Axel Cäsar Springer noch zu Lebzeiten erfüllt: Das private Verlegerfernsehen. Der „Bild“-Erfinder stieg in den 80er Jahren in das damals umstrittene Privat-TV ein. Das Monopol von ARD und ZDF war gebrochen. Große und lukrative Möglichkeiten eröffneten sich plötzlich. Der charismatische Großverleger begründete seinen Einstieg aber auch mit den „immensen Gefahren für das gedruckte Wort“. Seit den Anfängen des Privatfernsehens in Deutschland spielt Springer in der Branche eine wichtige Rolle. Mit dem angekündigten Verkauf der Beteiligung an der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 hat Springer-Chef Mathias Döpfner den alten Traum des Konzerngründers 22 Jahre nach dessen Tod platzen lassen. Der Präsident der Bayerischen Landesmedienzentrale (BLM), Wolf-Dieter Ring, zeigte sich am Dienstag enttäuscht über den Rückzug eines „publizistisch engagierten deutschen Unternehmens“ aus dem Fernsehgeschäft. hps (HB)

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