Wirtschaft : Der Kampf für die Windmühlen

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Von Corinna Visser

Irgendwie ist es immer das gleiche Spiel: Sobald der Staat lenkend in die Wirtschaft eingreift, um ein vermeintlich übergeordnetes Ziel zu erreichen, richtet er an anderer Stelle Schaden an. So hat nun auch das Bremer Energie Institut ermittelt: Die staatliche Förderung erneuerbarer Energien führe über einen Zeitraum von 20 Jahren gesehen zum Verlust von fast 20000 Arbeitsplätzen. Die Zahl der Jobs, die bei der Förderung der Produktion von Energie aus Sonne, Wasser und Wind entstehen, sei geringer als die Zahl der Jobs, die an anderer Stelle durch den Entzug von Investitions und Kaufkraft verloren gehe, rechnen die Wissenschaftler vor.

Angenommen, die Rechnung der Bremer Experten ist richtig: Dann ist das ein weiterer Beweis dafür, dass der Staat bei der Förderung einzelner Wirtschaftszweige sehr genau prüfen muss, was er damit gesamtwirtschaftlich anrichtet. Es ist allerdings kein Grund, die Finger von der Förderung regenerativer Energien zu lassen. Es gibt viele Argumente dafür, warum sich der Staat für die alternative Energiegewinnung einsetzen sollte. Ein rohstoffarmes Land wie Deutschland braucht Alternativen.

Problematisch ist die Art, wie die Bundesregierung alternative Energien fördert: Sie garantiert den Windradbetreibern einen festen Preis für ihren Strom und sorgt erst mit dieser Hilfe dafür, dass sich die Windräder ausbreiten. Besser wäre es, sie würde sich auf die Forschungsförderung konzentrieren. So könnte sie beitragen, dass die technische Entwicklung vorankommt – damit regenerative Energien irgendwann zu marktfähigen Preisen produziert werden können.

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