Wirtschaft : Der Kaufpreis sei noch nicht fällig, sagt Controlling-Chef Schweitzer

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Die Vorwürfe der Berliner Trion Technology AG an die Adresse der Lintec Computer AG, Taucha bei Leipzig, haben bei den Sachsen ungläubiges Kopfschütteln und energischen Widerspruch ausgelöst. Ungeachtet der Differenzen steht das Unternehmen aber weiter zu der geplanten Mehrheitsbeteiligung an Trion. Das sagte Controlling-Chef Steffen Schweitzer dem Handelsblatt. Dem Trion-Vorstand sei ein Gespräch über die künftige Strategie angeboten worden; den Anwälten ein Vorschlag über die Abwicklung der zwischen Lintec und der Trion Beteiligungs GmbH getroffenen Vereinbarungen. Die aber sind offenbar bei den Beteiligten umstritten.

Der Trion-Vorstand warf Lintec vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. So soll Lintec den Kaufpreis von drei Millionen Mark für die Beteiligung von 40,14 Prozent an Trion nicht gezahlt haben. Stattdessen sei versucht worden, das Vermögen des insolvenzgefährdeten Betriebs um 4,5 Millionen Mark zu schmälern. Lintec bestreitet das. Nach Darstellung von Schweitzer ist dem Unternehmen (das im Mai bereits 9,09 Prozent der Trion-Anteile erwarb) das neue Aktienpaket bislang nicht frei von Rechten Dritter angeboten worden - somit sei auch der Kaufpreis nicht fällig. Als Grund für die Verzögerung nennt Schweitzer die Banken, die die Anteile des mittlerweile ausgeschiedenen Trion-Firmengründers Sami Tabbara gepfändet und aufgrund unklarer abwicklungstechnischer Formalitäten noch nicht freigegeben hätten. Die Unklarheiten beruhen auf Lintecs Forderung nach Erfüllung einer noch mit Tabbara vereinbarten Rückzahlungsverpflichtung. Sie ergebe sich aus einer Neubewertung der Trion AG. Nachdem deren wirtschaftliche Probleme bekannt geworden waren, habe sich der Kaufpreis des 9,09-Prozent-Paketes nachträglich als zu hoch erwiesen.

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