Wirtschaft : Der Konsum kommt wieder in Schwung Marktforscher erwarten höhere Binnennachfrage

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Nürnberg Die Bundesbürger kommen allmählich in Konsumlaune. Insbesondere die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen, habe sich spürbar verbessert und sei auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen, berichtete der Marktforscher GfK in seiner Konsumklima-Studie für November. GfK-Chef Klaus Wübbenhorst sieht denn auch Anzeichen für eine Zunahme des privaten Konsums 2005. Dazu könne die nächste Stufe der Steuerreform ebenso beitragen wie der Nachholbedarf bei der Anschaffung hochwertiger Konsumgüter, sagte er am Freitag in Nürnberg. „Es herrscht vorweihnachtliche Stimmung.“ Viele Beschäftigte könnten mit Weihnachtsgeld rechnen. Zudem gebe es nach längerer Zurückhaltung allmählich den „Zwang zur Ersatzbeschaffung“.

„Ich habe die Hoffnung, dass der Konsum 2005 insgesamt stärker sein wird als in diesem Jahr.“ Entscheidend sei ein Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt. „Davon hängen die Stimmung und das Selbstbewusstsein der Käufer ab“, sagte der Wübbenhorst.

Nach einem Rückgang im Oktober stabilisierten sich die Konsumindikatoren im November. Anders als befürchtet, hätten die Krisen bei Karstadt-Quelle und Opel die Konsumlaune nicht abgekühlt. Selbst kleine Impulse zur Einkommensentwicklung und auf dem Arbeitsmarkt könnten einen weiteren Anstieg der Kaufneigung bewirken, hieß es. „Es spricht vieles dafür, dass die Binnennachfrage in den Startlöchern steht und lediglich auf den erlösenden Startschuss wartet.“ Die Erwartung an die Entwicklung der Konjunktur blieb unverändert schlecht. Doch immerhin hätten weder der starke Euro noch der Ölpreis die negative Stimmung verstärkt, berichtete die GfK. dpa

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