Wirtschaft : Der Konzern wehrt sich gegen die Zerschlagung - Kläger fordern Aufspaltung

Kurz vor Veröffentlichung der Sanktionsvorschläge im Kartellprozess gegen Microsoft hat der Softwarekonzern allen Zerschlagungsplänen den Kampf angesagt. Die Aufspaltung von Microsoft wäre gegenüber den Verbrauchern in der ganzen Welt "unglaublich unverantwortlich", sagte Konzernchef Steve Ballmer in einem Interview. Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat George W. Bush mahnte, der Konzern dürfe durch die Strafen nicht ruiniert werden.

Die "Washington Post" berichtete am Freitag, die Kläger forderten, Microsoft solle in zwei Teile zu zerschlagen und bis zu zehn Jahre lang in seinen Geschäftspraktiken stark eingeschränkt werden. Laut dem Zerschlagungsplan sollen die bisherigen Microsoft-Aktionäre an beiden neuen Unternehmen beteiligt werden. Microsoft-Gründer Bill Gates und andere führende Manager sollen nur noch Aktien in einem der Unternehmen erhalten. Bundesrichter Thomas Jackson hatte der US-Regierung und den 19 klagenden Bundesstaaten eine Frist bis Freitag gesetzt, ihre Sanktionsvorschläge einzureichen, an die er sich nicht halten muss. Mit der Festsetzung des Strafmaßes wird frühestens in einem Monat gerechnet. Microsoft will alle Rechtsmittel ausnutzen.

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