Wirtschaft : Der Konzern weist Gerüchte über den Verkauf von VDO und Sachs zurück

Die Automobiltechnik soll auch künftig eine Kernsparte der Düsseldorfer Mannesmann AG bleiben. Der Konzern verfolge seine Ziele zu Erfolg und Wertsteigerung in den Sparten Telekommunikation, Automobiltechnik und Anlagenbau, teilte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mit. Einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", wonach Mannesmann einen Verkauf der Autozulieferer VDO (Schwalbach) und Sachs (Schweinfurt) erwäge, bezeichnete das Unternehmen als falsch.

Die Zeitung hatte am Montag geschrieben, dass wegen hoher Investitionen von fast 14 Mrd. Euro (rund 27 Mrd. DM) im ersten Halbjahr überlegt werde, die Zahl der strategischen Geschäftsfelder zu verringern. Der Mannesmann-Aufsichtsrat habe sich mit der Frage befasst, ob sich der Konzern von der Automobiltechnik trennen solle. Das wurde von Mannesmann ebenfalls dementiert. Interesse an dem Bereich Autotechnik sollen Thyssen Krupp und Siemens bekundet haben. Der Unternehmensbereich hatte im vergangenen Jahr 5,5 Mrd. Euro umgesetzt und ein Ergebnis von 216 Mill. Euro erzielt. Im ersten Halbjahr 1999 schwächte sich die Ertragslage durch die Integration des Bereichs Car Communication bei VDO allerdings ab. Die beiden Mannesmann-Töchter fertigen unter anderem Informations- und Cockpitsysteme (VDO) sowie Fahrwerke und Antriebsstränge (Sachs).

"Die Autozulieferindustrie ist mit der Telekommunikation zusammen einer der großen Zukunftsmärkte", sagte ein Mannesmann-Sachs-Sprecher. Skeptische Prognosen über eine Stagnation auf dem weltweiten Automobilmarkt teile das Unternehmen nicht. Vielmehr sei bis zum Jahr 2004 weltweit mit einer Steigerung der Produktion um mindestens zehn Prozent auf 60 Mill. Einheiten pro Jahr zu rechnen.

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