Wirtschaft : Der Leipziger Konzern B.U.S. will mit neuer Technologie die Börsianer überzeugen

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Der B.U.S. Konzern will mit einem neuen Verfahren für die Aufarbeitung von Stahlwerksstäuben einen Gewinnschub erzielen. Wie Vorstands-Chef Günter Okon in Leipzig mitteilte, nutze sein Unternehmen jetzt eine gemeinsam mit dem Freiberger Institut für Nichteisenmetalle entwickelte Technologie, die den Anlagendurchsatz um 20 Prozent und den Gewinn aus dem Staubrecycling um rund 50 Prozent erhöhen soll.

Das auch an der Berliner Börse im Index für kleine Nebenwerte Smax notierte Papier hatte nach einem kurzen Höhenflug in den vergangenen Wochen einen Kurseinbruch von mehr als 20 Prozent hinnehmen müssen, was offenbar mit den Verkaufsverhandlungen der angeschlagenen EWS-Gruppe an einen spanischen Konzern zusammenhängt. Der EWS-Konzern, zu dem noch Sero und die Lösch Umwelttechnik gehören, hält wiederum an B.U.S. knapp 39 Prozent der Anteile. Okon wollte zum Stand der Verkaufsverhandlungen nichts sagen, betonte aber, dass er aus Sicht von B.U.S. auf einen starken industriell ausgerichteten Gesellschafter hoffe, um auch weiterhin Technologieführer in Europa bleiben zu können.

Das neue Verfahren zur Rückgewinnung von Zink soll künftig auch in den anderen B.U.S.-Werken und als Lizenz weltweit vermarktet werden, berichtet Okon. Bisher verarbeitet B.U.S. von den in Europa anfallenden etwa 900 000 Jahrestonnen zinkhaltiger Stäube rund 50 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet Okon mit einem Ergebnis "leicht über den Erwartungen". Auf den Kurs der Aktie hatte die Unternehmensmeldung allerdings wenig Auswirkung. Er notierte nahezu unverändert.

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